Aktuelle Meldungen

demenz Heft 36

27. Februar 2018

demenz Heft 36

Wer denkt bei Demenz schon an Kinder? Es ist vielleicht nicht der erste Gedanke und doch gibt es viele Berührungspunkte: Viele Menschen mit Demenz leben in Familien, zu denen auch Kinder, Enkelkinder oder Urenkel gehören. Was heißt es für sie, damit konfrontiert zu werden?

Ein weiterer Schwerpunkt dieser Ausgabe widmet sich Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die pflegende Angehörige sind. Neben Schule, Ausbildung oder Studium umsorgen sie ein pflegebedürftiges Familienmitglied. Oft fühlen sich die jungen Menschen mit dieser Aufgabe alleingelassen, weil das Unterstützungssystem nicht auf sie eingestellt ist.

Sehr schmerzhaft kann auch die Diagnose einer sogenannten Kinderdemenz sein. Wenn ein siebenjähriges Kind eine Demenz entwickelt, ist Aufklärung besonders wichtig, um die Zeit der Diagnosestellung zu verkürzen.

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Druckfrisch: Arbeitshilfe für die Planung!

5. Februar 2018

Druckfrisch: Arbeitshilfe für die Planung!

Gemeinsam ein Zuhause gestalten: Arbeitshilfe zur Einrichtung einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz

Drei Fachfrauen aus unterschiedlichen Arbeitsgebieten haben sich zusammengetan, um etwas zu erarbeiten, was im Zuge des Engagements für Ambulant Betreute Wohngemeinschaften immer wieder nachgefragt wird: eine Broschüre, die sehr konkret praktische Hilfe an die Hand gibt.
Die Arbeitshilfe besteht aus zwei Teilen: Teil 1 richtet sich vor allem an Bauherren und Planer. Teil 2 beschreibt praxisnah, wie Räume im Alltag genutzt werden und welche Anforderungen sich daraus an ihre Einrichtung und Ausstattung ergeben. Dieser Teil enthält zahlreiche Hinweise und Tipps, die für alle an der Planung, Einrichtung,und Umsetzung dieser Wohnform Beteiligten wertvolle Hilfen bieten.
Erarbeitet wurde die Arbeitshilfe von Martina Feulner (H wie Haushalt, Konzeption, Planung & Umsetzung ambulant betreuter Wohngemeinschaften); Barbara Benk (freie Architektin, Sachverständige für barrierefreies Bauen, Fachplanerin und universelle Umwelten, Alter & Demenz) und Dr. Beate Radzey (Haushaltökonomin und Versorgungsforscherin).
Die Broschüre kann bei Demenz Support Stuttgart bestellt werden.
Den Bestellzettel können Sie hier herunterladen

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Europäischer Preis für KuKuK-TV

26. Januar 2018

Europäischer Preis für KuKuK-TV

Yes, we care – Menschen mit Demenz gehören dazu, in ganz Europa! So könnte man den zweitägigen Workshop betiteln, der in dieser Woche anlässlich der feierlichen Preisverleihung der Europäischen Stiftungsinitiative Demenz (EFID) in Sofia, Bulgarien stattfand. Mit dabei: Demenz Support Stuttgart gGmbH mit KuKuK-TV, der jüngsten Initiative der Organisation zur Stärkung der Stimme und Teilhabe von Menschen, die mit Gedächtnisbeeinträchtigungen leben. Hinter dem Namen steht ein YouTube-Sender, der von älteren, speziell auch von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen (Gedächtnisprobleme, Demenz) in Kooperation mit Künstlern und Demenz Support Stuttgart entwickelt wurde.

90 Bewerbungen waren bei der Europäischen Stiftungsinitiative EFID auf die Ausschreibung „Valuing the expertise of people with dementia“ (zu Deutsch etwa: die Kompetenzen von Menschen mit Demenz wertschätzen) eingegangen. Unter diesen wurden zwölf Organisationen aus zehn europäischen Ländern als preiswürdig ausgewählt. „Die Freude, dass KuKuK-TV mit dieser Auszeichnung bedacht wurde, ist groß “, so Peter Wißmann (Geschäftsführer, Demenz Support Stuttgart gGmbH). „Die beiden Tage in Sofia haben uns die Gelegenheit gegeben, viele wunderbare Projekte kennenzulernen und wir sind auch ein wenig stolz darauf, zum Kreis der von EFID ausgezeichneten Organisationen zu gehören.“ Mit KuKuK-TV setzt Demenz Support Stuttgart ihr langjähriges Engagement in Sachen Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Demenz in einer neuartigen, die Anforderungen der Zeit aufnehmenden Form fort.

KuKuK-TV ist seit März letzten Jahres auf Sendung und liefert seinen Nutzerinnen und Nutzern Berichte, Reportagen, Interviews, Portraits, Diskussionen, Veranstaltungsankündigungen und Tipps für den Alltag. Das Besondere hieran: im Vordergrund stehen die Perspektiven, Interessen und Erfahrungen von Menschen mit (insbesondere altersbezogenen) Beeinträchtigungen (wie z.B. Demenz). Personen und Gruppen, die normalerweise nicht im Rampenlicht stehen oder gar ignoriert werden, können sich durch KuKuK-TV in gesellschaftliche Diskussionen einbringen. Menschen mit Beeinträchtigungen arbeiten aktiv an dem YouTube-Sender mit: in der Planung, in Beiträgen, bei Dreharbeiten u.a. Dieser richtet sich an Bürgerinnen und Bürger jeglicher Couleur, an junge und alte Menschen, an Personen mit und ohne Handicaps.

Mit dem EFID-Preis erhielt Demenz Support jedoch nicht nur eine symbolische Würdigung, sondern auch ein Preisgeld von 9.000 Euro. Das Team von KuKuK-TV, zu dem neben MitarbeiterInnen der Organisation auch mit einer Demenz lebende Personen und deren BegleiterInnen wie andere Engagierte gehören, wird dieses Preisgeld in den kommenden Monaten nutzen, weitere Personen und Gruppen – mit und ohne Demenz und andere Beeinträchtigungen – aktiv an KuKuK-TV zu beteiligen. Interessierte sollen die Möglichkeit erhalten, sich in einer Reihe von Workshops das notwendige medienpraktische Know-how zu erwerben.

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demenz Heft 35

27. November 2017

demenz Heft 35

Demenz und Krankenhaus … die Themenstellung und die mit ihr verbundenen Herausforderungen sind im Feld seit geraumer Zeit in aller Munde. Von einer Reihe renommierter Akteure wurden hierzu Überlegungen unterbreitet, Untersuchungen angestellt und neue Wege beschritten. Demenz-DAS MAGAZIN setzt in bewährter Manier an den Erfahrungen der betroffenen Menschen an. Neben denjenigen, die mit einer Demenz leben, sid dies deren Angehörige und Freunde ebenso wie Personen und Gruppen, die unter oftmals schwierigen Bedingungen an verschiedenen Stellen und in unterschiedlichen Funktionen in Krankenhäusern arbeiten. Im neuen Heft werden neben Erfahrungen Perspektiven, Positionen und insbesondere Konzepte und Wege zur Verbesserung der Situation derjenigen dargestellt, die von den Zumutungen der Maschinerie Krankenhaus mit am stärksten getroffen bzw. belastet werden. Ein aufschlussreiches Heft – wir wünschen ein gutes Leseerlebnis!

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Seniorinnen kochen vegan

04. Dezember 2017

Seniorinnen kochen vegan

Süßkartoffel-Erdnuss-Suppe, Quinoa-Tabouleh und Mousse au Chocolat - Zwölf Seniorinnen zwischen 75 und 89 Jahren wollten etwas Neues kennenlernen und haben die vegane Küche ausprobiert, die ganz ohne tierische Zutaten auskommt. In einer gemeinsamen Kochaktion in Munderkingen im Alb-Donau-Kreis, die von KuKuK-TV organisiert wurde, wagten sie sich an unbekannte Gerichte.

Ein Video der Kochaktion ist auf KuKuK-TV zu sehen:
www.youtube.com/watch?v=DWYZbKa5Y-A

Die Rezepte der Kochaktion zum Nachkochen können Sie hier herunterladen:
www.demenz-support.de/Repository/KuKuK-TV_Vegane_Rezepte.pdf

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demenz Heft 34

4. September 2017

demenz Heft 34

Im Zusammenhang mit Demenz und den zahlreichen Fragen und Perspektiven auf dieses Themenfeld kommt dem Recht zweifellos ein wesentlicher Stellenwert zu. Doch Hand auf Herz: gleichzeitig ruft das Stichwort auch leicht die Assoziation „trockene Materie“ auf den Plan.

Die neue Ausgabe von demenz – DAS Magazin tritt mit dem Ehrgeiz an, dieses Vor-Urteil zu korrigieren. Von den vielfältigen im Heft abgehandelten Themen seien wenige beispielhaft genannt:

- etwa das Recht, mit Demenz, d.h. mit einer Befindlichkeit bzw. in einer Form zu leben, die sich von der anderer Menschen in manchem unterscheidet, ohne dass die Person, die mit dieser Befindlichkeit lebt, als weniger wertvoll angesehen und in ihren (u.a. Menschen-)Rechten eingeschränkt werden darf;
- freiheitsentziehende Maßnahmen im häuslichen Bereich – eine brisante und hoch sensible Problematik!
- Stichwort Betreuungsrecht und Sicherung der Grundrechte von Menschen, die mit einer Demenz leben
- Eingriffe in das Leben Betroffener durch die Lockerung ihres bislang rechtlich gewährleisteten Schutzes im Hinblick auf ihre Beteiligung an naturwissenschaftlich-medizinischen Forschungsprojekten
- rechtliche Aspekte der medizinischen Begleitung durch den Hausarzt - die alltägliche, nicht skandalisierte Missachtung der Menschenrechte alter Menschen - u.v.m.

Sich in das Heft vertiefen ist garantiert keine Zeitverschwendung – wir wünschen Ihnen eine fruchtbare Lektüre!

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Beteiligtsein von Menschen mit Demenz

07. Juni 2017

Beteiligtsein von Menschen mit Demenz

Beteiligt sein an allem, was uns betrifft und wichtig ist: Wer will das nicht? Genau das bleibt Menschen mit demenzieller Veränderung aber oft verwehrt. Es hat keine Tradition in unserer Gesellschaft.

Das Buch stellt Beispiele einer gelingenden Praxis vor: Vorgehensweisen, bei denen Betroffene sich auf Augenhöhe mit Profis und Angehörigen auseinandersetzen. Unterstützungsformen, die es ihnen ermöglichen, sich in Wort und Schrift zu äußern und einzumischen, ergänzt durch Anregungen für beteiligungsorientierte Vorgehensweisen in Vereinen, Kulturprojekten, lokalen Planungsprozessen sowie im Rahmen von Workshops und Veranstaltungen.

Ein Praxisbuch im besten Sinn des Wortes.

Eine Buchvorstellung ist als Video auf YouTube verfügbar:
https://www.youtube.com/watch?v=tIO7NqoaAVk

Das Buch "Beteiligtsein von Menschen mit Demenz" kann direkt beim Mabuse-Verlag bestellt werden:
www.mabuse-verlag.de

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Uraufführung des Musik-Videos „Herr, lass mich größer wachsen“

06. Juni 2017

Uraufführung des Musik-Videos „Herr, lass mich größer wachsen“

Thema Teilhabe aus einer ungewohnten Warte: Uraufführung des Musik-Videos „Herr, lass mich größer wachsen“ im Rahmen des Kirchentags 2017

Tausende von Menschen hat es zum Evangelischen Kirchentag nach Berlin gezogen. In den Messehallen am Funkturm hatten Vertreter von Projekten und Gemeinden am 27.Mai die Möglichkeit, mit Kirchentagsbesuchern ins Gespräch zu kommen und über ihre Arbeit zu informieren. Geboten wurde ein abwechslungsreiches Programm aus Kultur- und Diskussionsbeiträgen.

In Zusammenarbeit mit Demenz Support Stuttgart präsentierte das Geistliche Zentrum für Menschen mit Demenz (Berlin) einen einstündigen Beitrag zum Thema Teilhabe. Mieter aus einer Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz sangen gemeinsam mit dem Publikum und der Vorsitzende der Aktion Demenz e.V., Prof. Dr. Reimer Gronemeyer, regte zur Auseinandersetzung darüber an, wie Kirche sich in der heutigen Zeit ihren Aufgaben stellen sollte.

Demenz Support war mit einem besonderen Beitrag nach Berlin gereist: einem Musikvideo, das auf der Bühne seine Uraufführung erlebte. Es trägt den Titel „Herr, lass mich größer wachsen“. Der Song ist Teil der CD REMINITENZ, deren Geschichten von Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung geliefert wurden und die in Rücksprache mit diesen zu Rap-Songs entwickelt wurden. In „Herr, lass mich größer wachsen“ schildert ein ehemaliger Pfarrer sein Leben und sein Engagement in der Kirche. Ursprünglich war geplant, dass der Urheber der Geschichte mit seiner Ehefrau die Uraufführung auf dem Kirchentag live miter-leben sollte. Dies war den beiden leider nicht vergönnt: ein angestauchter Fuß hat die Reise vereitelt. Das musikalisch, filmisch wie auch erzählerisch interessante Musikvideo findet sich auf YouTube:
https://www.youtube.com/watch?v=Ge_1PH-VzTs

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demenz Heft 33

30. Mai 2017

demenz Heft 33

Teilhabe: Ein Wort, das gerne verwendet wird, in der Praxis aber meist folgenlos bleibt. Hat die Leitidee gesellschaftlicher Teilhabe es nur bis in die Sonntagsreden geschafft? Oder findet sie Teilhabe tatsächlich auch dort statt, wo es um Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung geht? Dieser Frage will sich demenz-DAS MAGAZIN, das sich selbst als ein Mittel gesellschaftlicher Teilhabe begreift, in der aktuellen Ausgabe in gewohnt vielfältiger Weise widmen.

Was zeichnet Teilhabe aus? Wie sieht es aus rechtlicher Sicht mit dem Thema Teilhabe aus? Was sagt die Politik dazu? Und wie kann man von Menschen lernen, die nicht aus dem Demenz-Bereich stammen, aber ebenfalls mit dem Thema konfrontiert sind, beispielsweise in der Behindertenarbeit? Wie können Kunst oder neue Medien zur Teilhabe beitragen?

In dieser Ausgabe kommen viele Menschen zu Wort, die Teilhabe aktiv leben oder sich dafür einsetzen, dass Menschen mit Beeinträchtigung Beteiligte in der Gesellschaft bleiben. Denn Teilhabe ist kein Geschenk, sondern ein Recht!

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demenz Heft 32

28. März 2017

demenz Heft 32

Etwa 17 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund leben heute in Deutschland; 11,5 Millionen von ihnen verfügen über unmittelbare Migrationserfahrungen (1. Generation). Innerhalb dieser Personengruppe sind 1,8 Millionen über 60 Jahre alt – Tendenz steigend. Aus dem Zusammenspiel von höherem Lebensalter, dann wahrscheinlicher auftretenden kognitiven bzw. demenziellen Beeinträchtigungen und Migrationserfahrungen ergeben sich eine ganze Reihe besonderer Herausforderungen und Probleme. Die neue Ausgabe von demenz-DAS MAGAZIN ist verschiedensten Themenstellungen in persönlichen Gesprächen und Begegnungen nachgegangen, hat auf diese Personengruppe zugeschnittene besondere Einrichtungen und Projekte besucht und den aktuellen Wissenstand zum Thema ermittelt. Entstanden ist ein – hoffentlich – spannendes Heft, zu dessen Lektüre wir herzlich einladen.

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