Aktuelle Meldungen

demenz - DAS MAGAZIN 34

4. September 2017

demenz - DAS MAGAZIN 34

Im Zusammenhang mit Demenz und den zahlreichen Fragen und Perspektiven auf dieses Themenfeld kommt dem Recht zweifellos ein wesentlicher Stellenwert zu. Doch Hand auf Herz: gleichzeitig ruft das Stichwort auch leicht die Assoziation „trockene Materie“ auf den Plan.

Die neue Ausgabe von demenz – DAS Magazin tritt mit dem Ehrgeiz an, dieses Vor-Urteil zu korrigieren. Von den vielfältigen im Heft abgehandelten Themen seien wenige beispielhaft genannt:

- etwa das Recht, mit Demenz, d.h. mit einer Befindlichkeit bzw. in einer Form zu leben, die sich von der anderer Menschen in manchem unterscheidet, ohne dass die Person, die mit dieser Befindlichkeit lebt, als weniger wertvoll angesehen und in ihren (u.a. Menschen-)Rechten eingeschränkt werden darf;
- freiheitsentziehende Maßnahmen im häuslichen Bereich – eine brisante und hoch sensible Problematik!
- Stichwort Betreuungsrecht und Sicherung der Grundrechte von Menschen, die mit einer Demenz leben
- Eingriffe in das Leben Betroffener durch die Lockerung ihres bislang rechtlich gewährleisteten Schutzes im Hinblick auf ihre Beteiligung an naturwissenschaftlich-medizinischen Forschungsprojekten
- rechtliche Aspekte der medizinischen Begleitung durch den Hausarzt - die alltägliche, nicht skandalisierte Missachtung der Menschenrechte alter Menschen - u.v.m.

Sich in das Heft vertiefen ist garantiert keine Zeitverschwendung – wir wünschen Ihnen eine fruchtbare Lektüre!

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Beteiligtsein von Menschen mit Demenz

07. Juni 2017

Beteiligtsein von Menschen mit Demenz

Beteiligt sein an allem, was uns betrifft und wichtig ist: Wer will das nicht? Genau das bleibt Menschen mit demenzieller Veränderung aber oft verwehrt. Es hat keine Tradition in unserer Gesellschaft.

Das Buch stellt Beispiele einer gelingenden Praxis vor: Vorgehensweisen, bei denen Betroffene sich auf Augenhöhe mit Profis und Angehörigen auseinandersetzen. Unterstützungsformen, die es ihnen ermöglichen, sich in Wort und Schrift zu äußern und einzumischen, ergänzt durch Anregungen für beteiligungsorientierte Vorgehensweisen in Vereinen, Kulturprojekten, lokalen Planungsprozessen sowie im Rahmen von Workshops und Veranstaltungen.

Ein Praxisbuch im besten Sinn des Wortes.

Eine Buchvorstellung ist als Video auf YouTube verfügbar:
https://www.youtube.com/watch?v=tIO7NqoaAVk

Das Buch "Beteiligtsein von Menschen mit Demenz" kann direkt beim Mabuse-Verlag bestellt werden:
www.mabuse-verlag.de

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Uraufführung des Musik-Videos „Herr, lass mich größer wachsen“

06. Juni 2017

Uraufführung des Musik-Videos „Herr, lass mich größer wachsen“

Thema Teilhabe aus einer ungewohnten Warte: Uraufführung des Musik-Videos „Herr, lass mich größer wachsen“ im Rahmen des Kirchentags 2017

Tausende von Menschen hat es zum Evangelischen Kirchentag nach Berlin gezogen. In den Messehallen am Funkturm hatten Vertreter von Projekten und Gemeinden am 27.Mai die Möglichkeit, mit Kirchentagsbesuchern ins Gespräch zu kommen und über ihre Arbeit zu informieren. Geboten wurde ein abwechslungsreiches Programm aus Kultur- und Diskussionsbeiträgen.

In Zusammenarbeit mit Demenz Support Stuttgart präsentierte das Geistliche Zentrum für Menschen mit Demenz (Berlin) einen einstündigen Beitrag zum Thema Teilhabe. Mieter aus einer Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz sangen gemeinsam mit dem Publikum und der Vorsitzende der Aktion Demenz e.V., Prof. Dr. Reimer Gronemeyer, regte zur Auseinandersetzung darüber an, wie Kirche sich in der heutigen Zeit ihren Aufgaben stellen sollte.

Demenz Support war mit einem besonderen Beitrag nach Berlin gereist: einem Musikvideo, das auf der Bühne seine Uraufführung erlebte. Es trägt den Titel „Herr, lass mich größer wachsen“. Der Song ist Teil der CD REMINITENZ, deren Geschichten von Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung geliefert wurden und die in Rücksprache mit diesen zu Rap-Songs entwickelt wurden. In „Herr, lass mich größer wachsen“ schildert ein ehemaliger Pfarrer sein Leben und sein Engagement in der Kirche. Ursprünglich war geplant, dass der Urheber der Geschichte mit seiner Ehefrau die Uraufführung auf dem Kirchentag live miter-leben sollte. Dies war den beiden leider nicht vergönnt: ein angestauchter Fuß hat die Reise vereitelt. Das musikalisch, filmisch wie auch erzählerisch interessante Musikvideo findet sich auf YouTube:
https://www.youtube.com/watch?v=Ge_1PH-VzTs

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demenz Heft 33

30. Mai 2017

demenz Heft 33

Teilhabe: Ein Wort, das gerne verwendet wird, in der Praxis aber meist folgenlos bleibt. Hat die Leitidee gesellschaftlicher Teilhabe es nur bis in die Sonntagsreden geschafft? Oder findet sie Teilhabe tatsächlich auch dort statt, wo es um Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung geht? Dieser Frage will sich demenz-DAS MAGAZIN, das sich selbst als ein Mittel gesellschaftlicher Teilhabe begreift, in der aktuellen Ausgabe in gewohnt vielfältiger Weise widmen.

Was zeichnet Teilhabe aus? Wie sieht es aus rechtlicher Sicht mit dem Thema Teilhabe aus? Was sagt die Politik dazu? Und wie kann man von Menschen lernen, die nicht aus dem Demenz-Bereich stammen, aber ebenfalls mit dem Thema konfrontiert sind, beispielsweise in der Behindertenarbeit? Wie können Kunst oder neue Medien zur Teilhabe beitragen?

In dieser Ausgabe kommen viele Menschen zu Wort, die Teilhabe aktiv leben oder sich dafür einsetzen, dass Menschen mit Beeinträchtigung Beteiligte in der Gesellschaft bleiben. Denn Teilhabe ist kein Geschenk, sondern ein Recht!

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demenz Heft 32

28. März 2017

demenz Heft 32

Etwa 17 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund leben heute in Deutschland; 11,5 Millionen von ihnen verfügen über unmittelbare Migrationserfahrungen (1. Generation). Innerhalb dieser Personengruppe sind 1,8 Millionen über 60 Jahre alt – Tendenz steigend. Aus dem Zusammenspiel von höherem Lebensalter, dann wahrscheinlicher auftretenden kognitiven bzw. demenziellen Beeinträchtigungen und Migrationserfahrungen ergeben sich eine ganze Reihe besonderer Herausforderungen und Probleme. Die neue Ausgabe von demenz-DAS MAGAZIN ist verschiedensten Themenstellungen in persönlichen Gesprächen und Begegnungen nachgegangen, hat auf diese Personengruppe zugeschnittene besondere Einrichtungen und Projekte besucht und den aktuellen Wissenstand zum Thema ermittelt. Entstanden ist ein – hoffentlich – spannendes Heft, zu dessen Lektüre wir herzlich einladen.

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KuKuK-TV geht an den Start

27. März 2017

KuKuK-TV geht an den Start

Im Stuttgarter Kulturzentrum Merlin betätigte Christian Bruhn, Komponist vieler bekannter Schlager, Film- und Fernsehmelodien, einen Buzzer und gab damit den Startschuss für den YouTube-Kanal KuKuK-TV, der zukünftig über Kultur, Begegnung und Teilhabe berichten wird.

„Das ist etwas Neues und auch etwas Besonderes, was wir jetzt mit KuKuK-TV angehen werden“, äußerte sich Georg Jungkamp-Streese. Der in Bühl lebende ehemalige Personalleiter, der selbst mit einer Demenz lebt, ist Miterfinder und Mitgestalter des neuen YouTube-Senders. „Wann werden Menschen, die normalerweise nicht im Rampenlicht stehen, denn sonst schon um ihre Meinung gefragt? Wir haben noch eine Menge drauf, und es ist schön, dass wir das auch öffentlich zeigen können!“

Bei der Veranstaltung waren am Projekt „Kunst, Kultur, Kreativität“ beteiligte Künstlerinnen und Künstler, wie der Travestiekünstler Frl. Wommy Wonder, und Menschen mit einer Demenz oder anderen kognitiven Beeinträchtigungen dabei. Der Moderator Axel S. führte durch das Programm und sprach mit seinen Gästen über ihre Eindrücke und Erfahrungen im Umgang mit Demenz und ihre Wünsche für KuKuK-TV. Der Abend war dabei keineswegs ernst oder verbissen, sondern brachte besonders die Offenheit und Lebensfreude der Teilnehmer zum Ausdruck. Dank zahlreicher Showeinlagen gab es viel zu lachen und die Gäste konnten im Anschluss ihre Ideen austauschen und Kontakte knüpfen.

Zum YouTube-Kanal von KuKuK-TV:
www.kukuk-tv.de

Ein Video der Eröffnungsveranstaltung finden Sie auf YouTube:
https://www.youtube.com/watch?v=tMJHyGfQxcM

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Evangelischer Kirchentag Berlin

02. Mai 2017

Evangelischer Kirchentag Berlin

Vom 24. - 28. Mai 2017 findet der Evangelische Kirchentag in Berlin und Wittenberg statt. Demenz Support Stuttgart präsentiert am 27. Mai auf der Bühne das Musikvideo "Herr, lass mich größer wachsen" aus der Rap-CD REMINITENZ. Die CD REMINITENZ ist in Zusammenarbeit von „Demenz Support Stuttgart“ (dess) und dem Rapper und Altenpfleger „Mein Name ist Nase“ entstanden ist. Das Besondere: Die zehn Songs auf der CD sind aus Geschichten und Erzählungen älterer und größtenteils kognitiv beeinträchtigter Menschen entstanden. Mitarbeiter/innen der dess haben diese Geschichten in Gesprächen mit den älteren Personen ‚eingefangen‘ und gemeinsam mit „Mein Name ist Nase“ und weiteren Musikern zu Songtexten weiterverarbeitet.

Das Musikvideo zu dem Song "Herr, lass mich größer wachsen" wurde im Februar 2017 in Stuttgart gedreht. Beteiligt war hieran der ehemalige Pfarrer Karl Mauser, der mit kognitiven Beeinträchtigungen lebt.

Ein Vorschau des Musikvideos ist auf YouTube verfügbar:
www.youtube.com/watch?v=1tgFgUpgutk

Website des Kirchentags:
www.kirchentag.de

Programmhinweis am 27. Mai, 11:00 - 12:15, Forum Diakonie in Halle 3.2.a, Inklusives kulturelles Programm:
info.diakonie.de/kampagnen-und-aktionen/aktueller-kirchentag/

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In Concert  am 12. April: Mein Name Ist Nase rockt Flensburg

CD REMINITENZ

In Concert am 12. April: Mein Name Ist Nase rockt Flensburg

Der Flensburger Rapper Mattan Köster alias Mein Name ist Nase ist in heimischen Gefilden mit seinem Debutalbum REMINITENZ unterwegs. Am 12. April 2017 präsentiert Mein Name ist Nase erstmals einen Großteil der Songs aus dem Album live in der Kulturwerkstatt Kühlhaus in Flensburg. Unterstützt wird er dabei von den Sängern und Sängerinnen von Voice of Joy sowie Lynn & Levke. Voice of Joy ist ein an der Flensburger Universität gegründeter afrikanischer Gospelchor. Mit zahlreichen Auftritten in Flensburg und Umgebung hat sich der Chor im norddeutschen Raum bereits einen Namen gemacht. Darum gilt für alle Musik- und Themeninteressierte im Hohen Norden: Den Termin in Flensburg am 12. 04. um 19:30 (Einlass: 19:00 Uhr) unbedingt vormerken!

Weitere Informationen unter http://kuehlhaus.net

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Altenpflegemesse Nürnberg: REMINITENZ stellt sich vor!

17. März 2017

Altenpflegemesse Nürnberg: REMINITENZ stellt sich vor!

Die nächste Station auf dem Weg zum Ruhm der CD REMINITENZ ist die Altenpflegemesse in Nürnberg. Dort stellen „Mein Name ist Nase“ (Mattan Köster, im Hauptberuf Altenpfleger), Lena Weilguni (Geschichten-Aufschreiberin und Sängerin) und Peter Wißmann (Geschichten-Aufschreiber, Songtexter und Organisator) am 25.4.2017 von 15:00 bis 16:00 Uhr auf der Connect-Fläche Pflege und Beruf in Halle 4 die RAP-CD mit zehn Songs vor, deren Stoffe auf authentischen Unterhaltungen mit alten, meist demenzbetroffenen Menschen beruhen. Die drei an Entstehung und Erstellung von REMINITENZ Beteiligten werden über die Entstehung der Idee und den Erstellungsprozess berichten und den BesucherInnen die eine oder andere Kostprobe bieten. Messe-BesucherInnen dürfen sich auf eine im Kontext Pflege nicht alltägliche und mit Sicherheit kurzweilige Präsentation einstellen.

25. bis 27. April 2017, Messezentrum Nürnberg
www.altenpflege-messe.de

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KuKuK - Runde 2

29. November 2016

KuKuK - Runde 2

Bereits zum zweiten Mal kamen im September auf Einladung von Demenz Support Stuttgart (dess) Künstlerinnen und Künstler sowie Demenzbetroffene zu einem KuKuK-Workshop zusammen. KuKuK: soll heißen Kunst, Kultur und Kreativität. Standen beim ersten Workshop im April diesen Jahres das gegenseitige Kennenlernen und ein Brainstorming zu möglichen gemeinsamen Projekten im Vordergrund, wurde dieses Mal zielgerichtet an zwei Projektvorhaben gearbeitet.

Zum einen geht es dabei um Aktivitäten, bei denen Naturerleben und Kultur miteinander verbunden werden. Zum anderen wurde ein mediales Projekt entwickelt, das Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen die Möglichkeit geben soll, sich in der Öffentlichkeit zu artikulieren und in Diskussionsprozesse einzubringen. Beide Projekte sollen in den nächsten Monaten aktiv angegangen werden.

Mit KuKuK geht Demenz Support (dess) weitere Schritte auf dem Weg, Artikulations- und Partizipationsformen für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen zu finden und zugänglich zu machen. Die beiden Workshops und die daraus entwickelten Projekte zeigen, dass ein gemeinsames Tun von Menschen mit und ohne Handicaps möglich und für alle Beteiligten gewinnbringend ist. Allerdings bedarf es dazu phantasievoller und neuer Arbeitsformen – die es leider noch viel zu wenig gibt!

Die KuKuK-Workshops stehen für solch neuen Arbeitsformen. Im Rahmen der für das erste Quartal 2017 angekündigten Buchveröffentlichung „Beteiligtsein von Menschen mit Demenz – Praxisbeispiele und Impulse“ werden neben einer Reihe anderer Praxisbeispiele daher auch die KuKuK-Workshops dargestellt. Ein innovatives kulturelles Projekt der Zusammenarbeit von Demenzbetroffenen und Künstlern hat übrigens schon das Licht der Welt erblickt: die CD „REMINITENZ“ und das dazugehörige Video „Ich bereue nichts“ (siehe die Infos auf dieser Webseite).

KuKuK wurde von der Erich und Liselotte Gradmann-Stiftung und von der Bürgerstiftung Stuttgart gefördert.

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