4. August 2011

Personen mit Demenz in Beratungsgremium berufen

Wer wüsste besser, was es bedeutet mit einer Demenz zu leben als diejenigen, die Demenz tagtäglich am eigenen Leib erfahren? Und wer könnte besser beurteilen, was es braucht, um mit den damit verbundenen Beeinträchtigungen und Schwierigkeiten zurecht zu kommen und ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen zu können?

Demenz Support Stuttgart gGmbH hat seit ihrer Gründung die Aufmerksamkeit stets auch auf die Frage gerichtet, wie es gelingen könnte, die von einer Demenz Betroffenen stärker in die Anstrengungen einzubinden, ihre Situation und ihre Lebensqualität zu verbessern. Nachdem hierzulande immer mehr Personen mit einer Demenz in die Öffentlichkeit treten, über ihre Situation berichten und für ihre Interessen einstehen, muss ihnen die Möglichkeit gegeben werden, sich in Zusammenhänge und Organisationen einzubringen, deren Anstrengungen auf eine Verbesserung ihrer Situation gerichtet sind. Demenz Support Stuttgart hat nun im eigenen Hause einen Beraterkreis aus Personen berufen, die mit Alzheimer oder einer anderen Demenz leben.

Der Berufung sind gefolgt:

  • Edith Bussmann, geb. 1929, wohnhaft in Stuttgart, Schriftstellerin
  • James McKillop, geb. 1940, wohnhaft in Edinburgh (Schottland), Beamter
  • Helga Rohra, geb. 1953, wohnhaft in München, Fremdsprachendolmetscherin
  • Richard Taylor, geb. 1943; wohnhaft in Cypress (USA), Psychologe
  • Christian Zimmermann, geb. 1950, wohnhaft in München, Werkzeugmacher und mittelständischer Unternehmer

Demenz Support Stuttgart wird die Kompetenz von Menschen mit Demenz nunmehr noch systematischer in die eigene Arbeit einbeziehen und dieser Arbeitsweise auch eine entsprechende Form geben.
Ab sofort wird die Arbeit der Organisation von einem aus von Demenz betroffenen Menschen bestehenden Beraterkreis begleitet. Diesem gehören fünf Personen an, die mit den Aktivitäten der Organisation zumeist seit längerem verbunden sind und zu denen bereits gute und feste Arbeitsbeziehungen bestehen. Neben Personen aus Deutschland sind im Beraterkreis auch zwei Aktivisten der internationalen Demenz-Advocacy-Bewegung vertreten, die sich für die Selbstvertretung der unmittelbar Betroffenen stark macht.

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