02. Juni 2014

DEMENZ: Was gibt es Neues? Heft 21 des Magazins

„Demenz: Was gibt es Neues?“ So lautet die Leitfrage der 21. Ausgabe des Magazins de-menz. Herausgeber und Mitwirkende haben ein abwechslungsreiches Paket an „Neuigkeiten“ geschnürt. Unter anderem werfen Daniel George und Peter Whitehouse (deren Buch „Mythos Alzheimer“ auch hierzulande auf breites Interesse gestoßen ist und so manche Kontroverse ausgelöst hat) einen kritischen Blick auf die biomedizinische Grundlagenforschung zu Alzheimer und anderen Demenzen. Dort, so die Befürchtung der Autoren, könnte das Kleben an der herrschenden Forschungshypothese Hypothese die Verfolgung aussichtsreicher anderer Suchpfade verunmöglichen. Der Text ist keine leichte Kost, aber die Mühe lohnt! Relativ neu und drängend ist auch das Thema „Demenz im Krankenhaus“. Das Hand-lungsfeld der Unterstützten Selbsthilfe scheint momentan in den „Mühen der Ebene“ ange-kommen zu sein – wenig verwunderlich, aber eine Herausforderung für die „Demenzbewegung“! Noch immer frisch sind auch Studien aus Dänemark und England, die signalisieren, dass (zumindest in diesen Ländern) Demenzen womöglich nicht ganz so heftig zunehmen könnten wie von den Hochrechnungen bislang ausgewiesen. Weiter wachsende Aktualität besitzt das Thema Menschen mit Lernschwierigkeiten und Demenz. Im Gespräch mit der Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW geht es um das Verhältnis der Politik zum Thema und Möglichkeiten, neue Wege in der Auseinandersetzung zu gehen. Frisch, auffallend anders, „neu“ ist auch der „Look“ des Magazins, das Garuth Chalfont mit Zeichnungen angereichert hat. Seine Porträts weisen auf ihre Art auf die Erkenntnis hin, dass Demenz viele und äußerst unterschiedliche Gesichter hat. Dies ist eine noch nicht allzu alte Erkenntnis, die man sich aber nicht oft genug klar machen kann ….
Und auch in den beiden Beiheften gibt es wieder viel Interessantes zu entdecken!

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