Abgeschlossene Projekte

2010

Pflegeoasen in Luxemburg: Wissenschaftliche Begleitforschung in zwei Einrichtungen mit Vergleichsgruppen

Im Auftrag des Familienministeriums Luxemburg führte Demenz Support Stuttgart eine deskriptive Evaluationsstudie (mit Vergleichsgruppen) von zwei Pflegeoasen in Luxemburg durch. Ziel der wissenschaftlichen Begleitforschung war es, systematische Prozessbeschreibungen durchzuführen, um Kontaktzeiten zwischen Mitarbeitern und Bewohnern darzustellen, Verhaltenweisen der Bewohner zu erfassen, die Versorgungsform aus Sicht der Angehörigen und Mitarbeiter zu beschreiben, fördernde und hemmende Faktoren zur Implementierung zu identifizieren und Qualitätskriterien zu erarbeiten (Laufzeit 04/2007 bis 12/2009).


2009

LEONARDO-Projekt: Interactive Learning and Caring in Community (ILAC)

Im Oktober 2007 startete ein insgesamt auf zwei Jahre angelegtes Projekt mit dem Titel "Interactive Learning and Caring in Community". Demenz Support Stuttgart entwickelte hier mit Partnern aus Italien, Polen, Slowenien und Deutschland (Bremen) ein Qualifizierungsprogramm für die ambulante Begleitung von Menschen mit Demenz. Angehörige, Profis und bürgerschaftlich Engagierte konnten in diesem Rahmen "interaktiv" mit- und voneinander lernen.


Studie Interaktion mit allen Sinnen

In dieser explorativen Studie wurde die Kommunikation zwischen Menschen mit Demenz und Pflegenden auf der non-verbalen Ebene untersucht. Die Studienergebnisse sollen dazu dienen, praktische Hilfestellungen für die Betreuung und Begleitung von Menschen mit Demenz zu entwickeln. Der Abschlussbericht wird Anfang 2011 als Online-Publikation veröffentlicht. (Projektlaufzeit April 2008 bis April 2010)


Studie "Sterben in ambulanten Wohngemeinschaften"

In Kooperation mit dem Institut für Innovation und Beratung an der Evangelischen Hochschule Berlin führte Demenz Support Stuttgart eine Studie zum Thema "Sterben in ambulanten Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz" durch. Hierzu wurden die Daten von Sterbefällen aus einer größeren Anzahl ambulant betreuter Wohngruppen systematisch erhoben und ausgewertet. In qualitativen Interviews mit Pflegekräften und mit Verantwortlichen (aus unterschiedlichen Bundesländern) konnten vertiefte Informationen gewonnen werden.


2008

Entwicklung von Planungsgrundlagen für demenzfreundlichen Pflegeheimbau (Teil I)

Projektbeteiligte: Demenz Support Stuttgart in Kooperation mit der Universität Stuttgart, Institut für öffentliche Bauten und Entwerfen. Neben somatisch Pflegebedürftigen lebt in Pflegeheimen eine zunehmende Zahl von Menschen mit Demenz. Im Hinblick auf die Bedürfnisse dieser Nutzergruppe müssen die traditionellen Konzepte für den Pflegeheimbau revidiert werden. Es gilt, bauliche Lösungen für die Umsetzung innovativer Wohn- und Betreuungskonzepte für Menschen mit Demenz zu entwickeln und die Anforderungen an eine kompensatorische und therapeutische Umgebung weiter empirisch abzusichern. Ziel des Projektes war und ist es, zu relevanten Planungsaspekten praxisbezogene Empfehlungen zu entwickeln und anhand von Beispielen zu erläutern.

Die Arbeitsergebnisse wurden bislang in Form dreier Buchveröffentlichungen dokumentiert: Heimat für Menschen mit Demenz - Aktuelle Entwicklungen im Pflegeheimbau (2008); Demenzwohngruppen und bauliches Milieu (2006; vergriffen) sowie Freiräume - Gärten für Menschen mit Demenz (2004; eine Neuauflage erscheint 2011).

Unter Leitung von Sibylle Heeg sind weitere Planungsempfehlungen in Arbeit, die nunmehr als Onlinepublikationen auf der Website von Demenz Support Stuttgart veröffenticht werden sollen.


Wissenschaftliche Begleitforschung zur Pflegeoase im Seniorenzentrum Holle

Im Auftrag des Landes Niedersachsen führte Demenz Support Stuttgart 2006/2007 eine Pilotstudie zur Evaluation der Pflegeoase für Menschen mit Demenz im Seniorenzentrum Holle durch. Ziel der Begleitforschung war es, systematische Prozessbeschreibungen durchzuführen, um Kontaktzeiten zwischen Mitarbeitern und Bewohnern darzustellen, Verhaltenweisen der Bewohner zu erfassen, die Versorgungsform aus Sicht der Angehörigen und Mitarbeiter zu beschreiben, fördernde und hemmende Faktoren zur Implementierung zu identifizieren und Qualitätskriterien zu erarbeiten. Das Projekt gliederte sich in folgende Phasen: Literaturrecherche, Erhebung der Ausgangssituation, Entwicklung von Datenerhebungsinstrumenten, Kick-Off-Veranstaltung, wiederholte Datenerhebungen, Datenauswertung, Berichterstellung, Abschlussveranstaltung. Die Ergebnisse sind in Form eines Forschungsberichts veröffentlicht.[Details]


SinnVoll: Die Pflege von Menschen mit Demenz in weit fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung

Mit der Best-Practice Ausschreibung "SinnVoll" hat Demenz Support Stuttgart innovative Projekte zusammengetragen, die sich für eine qualitätvolle Versorgung von Menschen mit Demenz in weit fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung einsetzen. Drei besonders herausragende Ansätze wurden im Rahmen eines Fachtags am 30. Januar 2008 ausgezeichnet.

1. Preis: Treffpunkt Kieler Service Wohnhäuser (Kiel)

2. Preis: Heywinkel Haus (Osnabrück)

3. Preis: Evangelisches Erwachsenenbildungswerk Nordrhein e.V. (Düsseldorf).


Bericht siehe [Details]


2007

Kooperationsprojekt "Einführung von Haus- und Wohngemeinschaften"

Kooperationsprojekt mit dem Diakonischen Werk Württemberg e.V. und dem Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart e.V. zur Einführung von Haus- und Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz. Das Projekt gliederte sich in drei Phasen: Informationsphase (1), Projektphase (2) und Auswertungsphase (3). Demenz Support Stuttgart erarbeitete inhaltliche Aspekte der Wohnformen (1), begleitete mehrere Einrichtungen konzeptionell (2) und wertete den Prozess aus (3).

Die Projektergebnisse sind in einem Abschlussbericht zusammengefasst. [Details]


Prozessbegleitung im Haus Wäckerling, Uetikon (Schweiz)

Demenz Support Stuttgart hat das Haus Wäckerling bei der Einführung von fünf Hausgemeinschaften für Menschen mit Demenz beraten und diesen Prozess mit praxisnahen, maßgeschneiderten Qualifizierungsangeboten für das Pflegepersonal begleitet.


2004

MIDEMAS - Einführung milieutherapeutischer Demenzwohngruppen im stationären Bereich mit begleitender Evaluation

Das Projekt wurde in Trägerschaft des Vereins Sozialplanung in Baden-Württemberg e.V., beantragt, der als "Vorgänger-Organisationsform" der Demenz Support Stuttgart bezeichnet werden kann und in dessen Rahmen die Mitarbeiterinnen Grundlagen für einen großen Teil der heutigen Arbeit legten. MIDEMAS wurde durch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Modellprojekts "Altenhilfestrukturen der Zukunft" gefördert.

Zum Projekt liegt ein Abschlussbericht vor.

Seine Ergebnisse fanden Eingang in den 2005 erschienenen Praxisleitfaden "Demenzwohngruppen einführen" (vergriffen).


2001

Evaluationsstudie Betreutes Wohnen

Ein vom Verein Sozialplanung in Baden-Württemberg e.V. durchgeführtes Forschungsprojekt im Auftrag der Wüstenrot Stiftung. Bearbeitet von Sibylle Heeg und Martina Seiler. Die Projektergebnisse sind veröffentlicht unter Wüstenrot Stiftung (Hg.), Evaluationsstudie Betreutes Wohnen, Ludwigsburg 2001.


Qualitätsbeurteilung der institutionellen Versorgung und Betreuung dementiell Erkrankter (Literatur-Expertise)

Projektträger waren die Erich und Liselotte Gradmann-Stiftung in Kooperation mit dem Verein Sozialplanung in Baden-Württemberg e.V. Die Projektergebnisse wurden 2001 durch Beate Radzey et al. unter dem genannten Titel in der Schriftenreihe des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Band 207.1. veröffentlicht. [Details]


Qualität in der stationären Versorgung Demenzerkrankter

Der Verein Sozialplanung in Baden-Württemberg e.V. führte im Mai 2000 ein Expertenkolloquium zum genannten Thema in Mannheim durch. Die Ergebnisse wurden veröffentlicht unter BMFSFJ (Hg.) Qualität in der stationären Versorgung Demenzkranker (Dokumentation eines Workshops), 2001. Schriftenreihe des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Band 207.2.


2000

Weiterentwicklung der Versorgungskonzepte für Demenzerkrankte in (teil-)stationären Altenhilfeeinrichtungen

Eine Untersuchung im Auftrag des Sozialministeriums Baden-Württemberg. Durchgeführt wurde sie vom Verein Sozialplanung in Baden-Württemberg, e.V. in Kooperation mit der Arbeitsgruppe Psychogeriatrie, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim. Der Projektabschlußbericht erschien im Jahr 2000.


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