Freispiel
"Freispiel" - so war die der eigenen Entdeckungsfreude und selbstbestimmten Erschließung von Informations- und Kommunikationsangeboten gewidmete Programmsequenz ausgewiesen. Der Titel nimmt die Idee des homo ludens, des spielenden Menschen auf.
Ausgesucht vielfältig: die Palette der Angebote
Ob am Stand des Anbieters von "low tech" Lösungen zur Unterstützung bei Vergesslichkeit und kognitiven Schwächen, beim Mabuse-Verlag mit seinem sorgsam auf die Tagungsthematik abgestimmten Angebot, am Informationstisch der Arbeitsgemeinschaft Unterstützte Selbsthilfe (AGuSH), bei Kaffee und Kuchen im Caféhaus der Selbsthilfegruppen oder auch kreativ das von Michael Ganß bereitgestellte Gerüst für ein Netz- und Knotenkunstwerk bestückend: die Teilnehmenden waren bester Dinge dabei, die frei verfügbare Zeit nach eigenem Gusto und Gutdünken zu füllen.
Aktueller denn je: Wie kritische Geister das Spiel sehen.
Mit der Vorherrschaft des zweckbestimmten Denkens der Industriegesellschaft geht eine Beschänkung der Kultur und Lebensweise einher, die keinen Raum mehr für Ganzheit, Persönlichkeitsentfaltung und autonome Selbstwerdung lässt. Ähnlich wie Friedrich Schiller erachtet auch Herbert Marcuse eine Rückbesinnung auf das Spielerische und Ästhetische als erstrebenswert, um gegen die allgegenwärtigen Zwänge einen Freiraum für eine menschliche Betätigung nach selbst gewählten Regeln und um ihrer selbst Willen zu schaffen.



