Unterstützte Selbsthilfe - das Konzept

VIELSTIMMIG_Tag2_Starbild_590_USF7940.jpg

Mit dem Wort Demenz wird häufig ein bestimmtes Bild verbunden – das von sehr alten, verwirrten und vollkommen hilfebedürftigen Menschen. Wer mit einer Demenzdiagnose lebt, diesem Bild aber nicht entspricht, findet kaum Beachtung. Er oder sie fällt durch das Raster und deshalb nicht auf. Vermutlich gibt es auch deshalb so wenig Unterstützungsangebote für diese Gruppe von Menschen. Als gesund geltende Menschen kümmern sich um demenziell veränderte Personen vor allem in Form von Pflege und Betreuung. Sie tun etwas für die anderen. Das bedeutet allzu oft, dass man Dinge anstelle des anderen tut. Damit nimmt man der demenziell veränderten Person jedoch die Möglichkeit, mit ein wenig Hilfestellung selbst handeln zu können und sich als nach wie vor selbstwirksam zu erleben.

In Deutschland gibt es einige Gruppen, in denen sich Menschen mit Demenz zusammengefunden haben, um auf ihre eigenen Kräfte zu bauen und sich aktiv mit ihrer Lebenssituation auseinanderzusetzen. Solche Gruppen zeigen, dass Betroffene in der Lage sind, sich gegenseitig zu helfen. Weil sie sich dabei der Unterstützung Dritter – seien es beruflich oder bürgerschaftlich engagierte Personen – bedienen, wird diese Form der Selbsthilfe als Unterstützte Selbsthilfe bezeichnet.

Mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung konnten im Jahr 2011 demenzbetroffene Mitglieder sowie Moderatorinnen aus Unterstützten Selbsthilfegruppen zu zwei Entwicklungsworkshops nach Frankfurt am Main eingeladen werden. Aus diesen Arbeitstreffen und auf der Grundlage der Fachkompetenz von Menschen mit Demenz und Gruppenmoderatorinnen ist das Papier STARTPUNKT: Unterstützte Selbsthilfe von Menschen mit Demenz entstanden.

Demenz Support Stuttgart gGmbH / vielstimmig / unterstuetzte_selbsthilfe / das_konzept / [ konzept unterstuetzte selbsthilfe fuer menschen mit demenz ]