Die Idee hinter der Veranstaltung "Wir wollen mitreden!"

„Es wird viel über Menschen mit Demenz gesprochen, aber wenig mit ihnen. Allzu leicht wird vergessen, dass Menschen mit Demenz sehr wohl eine Meinung haben und diese oftmals auch äußern können.“

So hatten wir es vor einem Jahr in der Einladung zu der Veranstaltung „Stimmig“ (Anfang 2010 in Stuttgart) formuliert. Seitdem ist einiges geschehen. Ermutigt vom Aufbruchsgeist der Konferenz melden sich immer mehr Demenzbetroffene zu Wort. Sie berichten in Magazinen und in anderen Medien, sprechen auf öffentlichen Veranstaltungen und vor allem im direkten sozialen Umfeld über das, was sie bewegt. Dass Menschen mit Demenz sich in eigener Sache artikulieren, vermag gesellschaftliche Vorurteile zu erschüttern und macht anderen Betroffenen Mut.

Trotz dieser erfreulichen Entwicklung stehen wir noch am Anfang eines längeren Weges, an dessen Ende die Selbstartikulation von Betroffenen als Normalität und die volle gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Demenz stehen muss.

Am 15. April 2011 wollen wir einen weiteren Schritt auf diesem Weg gehen. Vier Menschen, die als Alzheimer- oder Demenzbetroffene aus dem Schatten getreten sind und sich öffentlich für die Belange von Menschen mit Demenz engagieren, suchen das Gespräch mit anderen Bürgerinnen und Bürgern, mit pflegenden Angehörigen und beruflich Pflegenden sowie mit Verantwortlichen aus den Gemeinden.
Sie berichten aus erster Hand über das Leben mit Demenz und über ihre Wünsche und Forderungen an die Umwelt.

Zwei Fragen werden bei den Berichten unserer Referenten im Mittelpunkt stehen:

1. Was geschieht, wenn Menschen das Schweigen durchbrechen und offen über ihr Leben mit Alzheimer oder Demenz sprechen?

2. Was wünschen sich und fordern Betroffene von ihrem Umfeld, damit sie sich weiter als Teil der Gesellschaft erfahren können?


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