Aktuelles

Em­po­w­er­Menz: Ge­mein­sam gegen das Ver­ges­sen

EmpowerMenz: Gemeinsam gegen das Vergessen

Ei­gent­lich woll­ten die Mit­glie­der von Em­po­w­er­Menz, meist Men­schen mit De­menz und Mo­de­ra­to­ren/Innen von un­ter­stütz­ten Selbst­hil­fe­grup­pen für Men­schen mit Ver­gess­lich­keit, sich bei einem re­a­len Tref­fen im Raum Stutt­gart wie­der­se­hen, doch die ste­tig wach­sen­den Co­ro­na-In­fek­ti­o­nen lie­ßen das nicht zu. Zu hoch war das Ri­si­ko für die Teil­neh­mer aus ganz Deut­sch­land, Ös­ter­reich und der Schweiz. Ihr ge­plan­tes Tref­fen woll­ten sie trotz­dem nicht aus­fal­len las­sen und so kamen sie am 15. und 16.Ok­to­ber zu einem di­gi­ta­len Mee­ting zu­sam­men.

An bei­den Tagen wurde viel dis­ku­tiert und bis­lang Un­aus­ge­spro­che­nes the­ma­ti­siert. Be­son­ders De­menz­be­trof­fe­ne be­ka­men in der Grup­pe die Mög­lich­keit, sich frei mit­zu­tei­len. „Dass Men­schen mit Ge­dächt­nis­pro­ble­men aktiv über ihre An­ge­le­gen­hei­ten spre­chen und sich aus­tau­schen, hat lei­der bis heute immer noch Sel­ten­heits­wert. Em­po­w­er­Menz bie­tet ihnen einen sol­chen Rah­men und ist daher Aus­druck ge­leb­ter Teil­ha­be“, sagte Peter Wiß­mann, einer der Ko­or­di­na­to­ren des Netz­werks.
Bei einem ein­fa­chen Aus­tausch­tref­fen blieb es nicht, es wur­den auch Be­schlüs­se ge­fasst:
Em­po­w­er­Menz bie­tet ab so­fort für alle, die In­ter­es­se haben, eine un­ter­stütz­te Selbst­hil­fe­grup­pe für Men­schen mit ko­gni­ti­ven Be­ein­träch­ti­gun­gen zu in­iti­ie­ren, te­le­fo­ni­sche Be­ra­tung an. In­ter­es­sen­ten kön­nen be­trof­fe­ne Per­so­nen, be­ruf­li­che Hel­fer aus Ver­ei­nen und Ver­bän­den sowie aus Ge­mein­den oder Städ­ten aus Deut­sch­land, Ös­ter­reich und der Schweiz sein.
Au­ßer­dem will sich Em­po­w­er­Menz künf­tig für das Recht auf eine per­sön­li­che As­sis­tenz für Men­schen mit Ver­gess­lich­keit stark ma­chen. „Eine sol­che per­sön­li­che As­sis­tenz gibt es für Men­schen mit einer kör­per­li­chen Be­hin­de­rung, aber nicht für Men­schen mit Ge­dächt­nis­pro­ble­men. Men­schen mit einer ko­gni­ti­ven Ein­schrän­kung sind im All­tag ge­nau­so auf Hilfe an­ge­wie­sen. Das sieht man auch an ei­ni­gen un­se­rer Mit­glie­der, die an dem Tref­fen gar nicht hät­ten teil­neh­men kön­nen, wenn sie nicht bei­spiels­wei­se die Un­ter­stüt­zung ihres Part­ners oder ihrer Part­ne­rin hät­ten“, be­ton­te Wiß­mann. Bei ihrem nächs­ten Ar­beits­tref­fen wol­len die Netz­werk­mit­glie­der des­halb eine Stra­te­gie aus­a­r­bei­ten, um mit ihrem An­lie­gen an die po­li­ti­sche Ebene her­an­zu­tre­ten.
Des Wei­te­ren will sich Em­po­w­er­Menz dem Thema „Peer-to-Peer-Un­ter­stüt­zung“ an­neh­men. Peer-to-Peer be­deu­tet, so Peter Wiß­mann, dass nicht Pro­fes­si­o­nel­le, son­dern De­menz­be­trof­fe­ne an­de­re Be­trof­fe­ne be­ra­ten und un­ter­stüt­zen. Hier­zu wol­len die Netz­werk­mit­glie­der zeit­nah Vor­schlä­ge ent­wi­ckeln und er­pro­ben.

Das di­gi­ta­le Tref­fen stieß bei den Teil­neh­mern auf po­si­ti­ve Re­so­nanz. Jeder konn­te für sich etwas mit­neh­men, so auch die Mo­de­ra­to­rin der un­ter­stüt­zen Selbst­hil­fe­grup­pe aus Stutt­gart, Dr. Anja Ru­ten­krö­ger von De­menz Sup­port Stutt­gart: „Die Peer-to-Peer-Be­ra­tung be­ein­druckt mich, wir wer­den dies wie die per­sön­li­che As­sis­tenz in un­se­rer Grup­pe vor­stel­len und ver­tie­fen.“

Ab­schlie­ßend sagte Peter Wiß­mann: „Un­ser Tref­fen hat wie­der ein­mal ge­zeigt, wie gut sich Men­schen in ei­ge­ner Sache en­ga­gie­ren kön­nen. Ich würde mich freu­en, wenn noch mehr un­ter­stütz­te Selbst­hil­fe­grup­pen für Men­schen mit Ver­gess­lich­keit ent­ste­hen und bei Em­po­w­er­Menz mit­ma­chen wür­den.“

Das nächs­te Ar­beits­tref­fen – wie­der in Form eines di­gi­ta­len Mee­tings – fin­det am 3.De­zem­ber 2020 statt.
Neue In­ter­es­sen­ten – also un­ter­stütz­te Selbst­hil­fe­grup­pen –, die daran teil­neh­men möch­ten, mel­den sich bitte bei in­fo@em­po­w­er­menz.com an.

Wei­te­re In­for­ma­ti­o­nen zu Em­po­w­er­Menz fin­den Sie auf www.em­po­w­er­menz.com.

Fra­gen zum Netz­werk Em­po­w­er­Menz rich­ten Sie an die bei­den Ko­or­di­na­to­ren:

Peter Wiß­mann (Stutt­gart)
p.wiss­mann@­de­menz-sup­port.de
Tel.: 0711 / 99787-10

Chris­ti­na Plet­zer (Inns­bruck)
c.plet­zer.ca­ri­tas@­dibk.at
Tel.: +43 676 8730 6301

Fra­gen rund um die un­ter­stütz­te Selbst­hil­fe­grup­pe in Stutt­gart rich­ten sich an:

Dr. Anja Ru­ten­krö­ger
a.ru­ten­kro­e­ger@­de­menz-sup­port.de
Tel.: 0711 / 99787-19

Chris­ti­na Kuhn
c.kuhn@­de­menz-sup­port.de
Tel.: 0711 / 99787-13

Wei­te­re In­for­ma­ti­o­nen über das Pro­jekt fin­den Sie auf un­se­rer Web­sei­te unter un­ter­stütz­te Selbst­hil­fe­grup­pe.

Unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende. Jede Spende trägt dazu bei, Entlastung und Hilfe zu bieten! Weitere Infomationen finden Sie unter diesem Link.

Spendenkonto: Demenz Support Stuttgart gGmbH, Bank: Deutsche Bank Stuttgart, IBAN: DE64 6007 0070 0131 2354 00, BIC: DEUTDESSXXX, Verwendungszweck: Spende


Wir sind:
Logo Nationale Demenzstrategie
Ausgezeichnet von:
Logo EFID

Demenz Support Stuttgart ist eine Tochter der

Logo Gradmann-Stiftung